Unsere Vorhaben

Der Verein Niedrigschwellige Suizidprävention möchte einen Beitrag zur Suizidprävention in Deutschland leisten. Folgende Vorhaben befinden sich in Planung:

I. Aufbau einer anonymen Onlineberatung für suizidgefährdete Erwachsene

In konkreter Vorbereitung befindet sich der Aufbau einer anonymen Mailberatung für suizidgefährdete Erwachsene. Vorbild und wissenschaftlich evaluiertes Best-practise-Beispiel ist hier die seit 2002 bestehende anonyme Onlineberatung für suizidgefährdete junge Menschen „[U25]“ (Träger: Deutscher Caritasverband), für die die Initiator*innen des Vereins viele Jahre tätig waren. Aufgrund häufiger Nachfragen und dem völligen Fehlen einer solchen Beratung für Betroffene über 25 Jahre entstand der Plan, ein entsprechendes Angebot eigenständig aufzubauen.

Strukturelle Merkmale:

  • bundesweite Mailberatung über ein anonymes Beratungssystem
  • spezifische Zielgruppe sind Menschen in suizidalen Krisen
  • Beratung durch ehrenamtliche Berater*innen im ähnlichen Alter wie die Ratsuchenden („Peer-Ansatz“)
  • Ausbildung, Supervision und enge Begleitung der Berater*innen durch hauptamtliche Fachkräfte
  • Organisation der Beratung von mehreren Standorten aus
  • stetige Evaluierung zur nachhaltigen Implementierung des Angebots
  • sukzessive Skalierung auf Grundlage der tatsächlichen Inanspruchnahme der Hilfe

Fachliches Konzept und Beratungshaltung:

  • Beratung nach dem personzentrierten Beratungsansatz
  • Fokus auf Beziehungsaufbau über das Angebot eines längeren Mailkontakts
  • hoher Stellenwert der Anonymität des Ratsuchenden
  • Ressourcenorientierung
  • Ermutigung zu und Hilfe beim Übergang in professionelle Hilfe vor Ort

II. Konzeption und Durchführung von Fortbildungen

Geplant ist ebenfalls die Vorhaltung von Fortbildungsangeboten v.a. für Gatekeeper-Zielgruppen. Unter Gatekeepern versteht man hier Personen, die aufgrund ihres Einsatzbereiches mit erhöhter Wahrscheinlichkeit mit suizidgefährdeten Menschen in Kontakt kommen werden. Die fortzubildenden Personen sollen hernach in der Lage sein, Zeichen von Suizidalität zu erkennen sowie die dann angezeigten Handlungsschritte durchzuführen.

III. Öffentlichkeitsarbeit und Wissensvermittlung zur Suizidprävention

Grundsätzlich geplant sind Aktivitäten zur Enttabuisierung und Wissensvermittlung zum Thema Suizidalität und Suizidprävention. Bislang sind keine konkreten Vorhaben in Planung.

IV. Vernetzung

Eine möglichst enge Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Suizidprävention ist aus unserer Sicht unverzichtbar. Der Verein ist deshalb Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention und wirkt in der Arbeitsgruppe „Niedrigschwellige Suizidprävention“ des Nationalen Suizidpräventionsprogramms mit.